07.Mai 2022: UCI Junior World Series Albstadt: Pedersen und Halter siegen – Schehl auf Platz drei

Tag zwei im Albstädter Bullentäle: Am heutigen Samstag duellierten sich die weltbesten Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer im Rahmen der Junior World Series. Bei den Damen gab es einen Schweizer Sieg durch Monique Halter, bei den Herren triumphierte der Däne Gustav Pedersen. Erfreulich aus deutscher Sicht: Der dritte und vierte Platz von Paul Schehl bzw. Antonia Weeger.

Juniorinnen: Halter unaufhaltsam zum Sieg

Monique Halter hat das Rennen der Juniorinnen mit einem Start-Ziel-Sieg gewonnen. Die Schweizerin distanzierte Anina Hutter und Natalia Grzegorzewska, die auf den Positionen zwei und drei einfuhren. Beste Deutsche wurde am Ende Antonia Weeger auf dem vierten Platz.

Monique Halter war eine Klasse für sich – so einfach lässt sich das World Series Rennen im Albstädter Bullentäle zusammenfassen. Die Schweizerin überquerte schon nach der Startrunde das Ziel auf Position eins, löste sich kurz danach von ihren Verfolgerinnen und fuhr das Ergebnis souverän nach Hause. „Mein Plan war es nicht das Rennen so allein zu gestalten. Ich habe die letzten Rennen zwar gewonnen und deshalb ein gutes Gefühl, aber schlussendlich muss schon alles zusammenpassen. Das kann man so nicht planen, wann man wegfährt. Man muss einfach schauen, wie es zusammenläuft, aber es war schon ein sehr gutes Rennen“, so eine glückliche Monique Halter im Ziel.

Auf Rang zwei landete mit 1:23 Minuten Rückstand Anina Hutter vor der Polin Natalia Grzegorzewska, die sich im Finale gegen die deutsche Antonia Weeger durchsetze. Weeger zeigte sich über den vermeintlich undankbaren vierten Rang aber gar nicht traurig war. „Ich bin trotzdem glücklich. Zum Schluss gingen mir einfach die Kräfte aus. Ich habe am zweiten Anstieg in der vorletzten Runde leider etwas den Anschluss verloren und konnte nicht mehr ranfahren. Aber ich bin trotzdem mega happy und hier in Albstadt macht das super viel Spaß“, so eine sichtlich glückliche Antonia Weeger.

Carla Hahn landete als Siebte ebenfalls in den Top 10 und komplettierte damit ein zufriedenstellendes deutsches Ergebnis.

Junioren: Pedersen triumphiert – Schehl sprintet aufs Podium

Der Däne Gustav Pedersen hat in eindrucksvoller Art und Weise das Rennen der Junior World Series im Albstädter Bullentäle für sich entschieden. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Jan Christen und Paul Schehl.

Der Rennverlauf des Juniorenrennens ist im Grunde genommen in wenigen Worten wieder gegeben. Schon im ersten Umlauf setzte sich Gustav Pedersen an die Spitze und fuhr fortan ein einsames Rennen. „Es war eigentlich nicht mein Plan so früh wegzufahren, aber im ersten Downhill hat sich eine Lücke aufgetan und dann bin ich einfach konstant weitergefahren“, so Pedersen der bis ins Ziel seinen Vorsprung auf 44 Sekunden ausbauen konnten. „In den letzten 1,5 Runden bin ich dann Vollgas gefahren, davor war es schnell, aber ein kontrolliertes Tempo.“

Ähnlich souverän wie Pedersen auf Position eins, hielt sich auch Jan Christen auf der Zwei. Schon im ersten Umlauf setzte sich der Schweizer auf eben diesem Platz fest und verteidigte die Podiumsplatzierung bis ins Ziel. „Es war schwierig. Ich musste aus der dritten Reihe starten, bin zwar gut weggekommen, habe in der ersten Kurve aber wieder etwas verloren. Dann war ich nur auf 20. Und er (Pedersen) war da schon weg. Ich haben dann versucht das Loch zuzufahren, bin aber etwas blau gegangen und musste danach erstmal wieder meinen eigenen Rhythmus finden“, beschreibt Christen die Startphase aus seiner Sicht. „Ich denke, wenn ich von Anfang an dabei gewesen wäre, wäre es schwierig für ihn geworden“, zeigte sich der Schweizer selbstbewusst.

Auf Platz drei gab es den ersten deutschen Podiumsplatz des Wochenendes zu bejubeln. Paul Schehl setzte sich im Zielsprint gegen Nathan Cornillon durch. „Wir haben in der letzten Runde erst Paul Magnier abgeschüttelt und dann das Gas voll stehen lassen. Wir sind hier Rad an Rad auf die Wiese“, so Schehl über die finale Entscheidung. Im Zielsprint hatte der Lexware-Fahrer dann schlussendlich die besten Beine.

Lars Gräter landete auf Platz 9, Benjamin Krüger überquerte das Ziel als 29.

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